Vertraue dieser stillen kleinen Stimme, die sagt:
“Das könnte funktionieren und ich werde es versuchen.“
Diane Mariechild
Das Bespielen einer Bühne oder eines Filmsets sind zwei völlig unterschiedliche Aufgaben. Die Intimität und Direktheit, mit der die Kamera die feinsten Änderungen
des Gesichtsausdrucks und des Blicks registriert, verlangt vom Schauspieler notwendigerweise einen völlig anderen Umgang mit der schauspielerischen Form,
seinen Mitteln und seiner Arbeitweise. Während auf der Bühne klare physikalische Vorgaben und eine einfache räumliche Logik vorliegt, unterliegen die Räume
im Film anderen Gesetzen. Steuert und entwickelt der Schauspieler auf der Bühne seinen dramatischen Bogen selbst, so muss er im Film für jede Szene, jeden
Drehtag, die im Bogen des Filmes gerade gültige Stimmung rekonstruieren. Machen Sie sich mit den filmischen, schauspielerischen Mitteln vertraut, üben und
probieren Sie sich aus. Was ist ein Close up, eine Totale, eine Nahe, eine Halbnahe? Wie gehe ich meinen Texten und der Sprache um? Was muss ich körperlich
beachten? Bauen Sie in einem geschützten sicheren Rahmen eine Verbindung zu der Kamera auf, so dass Sie sich in der verdichteten Atmosphäre eines Filmsets
mit der größtmöglichsten Lockerheit Ihrer Rolle widmen und agieren können.
ROLLENARBEIT