Es ist Zeit, dass wir uns mit einigen Charakteren des Humors vertraut machen. Der Humor hat nicht nur etwas Befreiendes wie der Witz und die Komik, sondern auch
etwas Großartiges und Erhebendes, welche Züge an den beiden anderen Arten des Lustgewinns aus intellektueller Tätigkeit nicht gefunden werden. Das Großartige
liegt offenbar im Triumph des Narzissmus, in der siegreich behaupteten Unverletztlichkeit des Ichs. Das Ich verweigert es, sich durch die Veranlassungen aus der
Realität kränken, zum Leiden nötigen zu lassen, es beharrt dabei, dass ihm die Traumen der Außenwelt nicht nahegehen können, ja es zeigt, dass sie ihm nur Anlässe
zu Lustgewinn sind. Dieser letzte Zug ist für den Humor durchaus wesentlich. … Der Humor ist nicht resigniert, er ist trotzig, er bedeutet nicht nur den Triumph des Ichs,
sondern auch den des Lustprinzips, das sich hier gegen die Ungunst der realen Verhältnisse zu behaupten vermag.                         
  
wo bleibb da
hummoooa
wo bleibb da
hummmoooooa
wo bleibb darr
hummmmmoooooooooa
darr kööönich vonn
hummmmmmmmoooooooooooooooooa
rrrrr
Ernst Jandl
Sigmund Freud, Der Humor